Konjunkturdaten von Montag signalisierten zwar, dass der Tiefpunkt noch nicht erreicht ist. Doch der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, verbreitet Zuversicht: "Nächstes Jahr werden wir den Beginn einer Erholung sehen", sagte Bernanke dem Sender CBS.

Bernanke bekräftigte damit frühere Aussagen vor dem US-Kongress. Doch noch immer ist der Tiefpunkt der Konjunktur nicht überwunden. Die US-Industrie produziert derzeit so wenig wie zuletzt vor knapp sieben Jahren. Ihre Kapazitätsauslastung sackte auf 70,9 Prozent und damit auf das Rekordtief von 1982.

Wie es konjunkturell weitergeht, hängt nach Bernankes Worten nun vor allem davon ab, ob der Regierung eine Stabilisierung des Finanzsystems gelingt. Es dürfe aber nicht am politischen Willen fehlen, die Probleme anzugehen.

Solange Banken und Finanzmärkte nicht wieder im Lot seien, sei eine nachhaltige Rückkehr auf den Wachstumskurs nicht möglich, verteidigte er die milliardenschweren staatlichen Stützungsaktionen unter anderem für den taumelnden Versicherungsgiganten AIG.

Selbst wenn die Wende gelinge, wirke die Krise auf dem Arbeitsmarkt noch lange nach. "Wir werden nicht zur Vollbeschäftigung zurückkehren. Aber wir werden, so hoffe ich, das Ende dieser Talfahrt erleben, die über die zurückliegenden Quartale so heftig war."

Die Arbeitslosenquote war zuletzt auf den höchsten Stand seit einem Vierteljahrhundert gestiegen. Insgesamt haben seit Beginn des Abschwungs rund 4,4 Millionen US-Amerikaner ihren Job verloren, alleine im Februar 650.000. Die USA befinden sich seit Ende 2007 in der Rezession.