In den Parks lungerten Jugendliche herum, die sich nicht mehr in ihre Online-Spielewelten einloggen konnten. Sie verabredeten sich per SMS "irl" – "in real life" –, um Comics zu lesen und zu Hunderten Räuber und Gendarm zu spielen.

Erst acht Tage nach dem tragischen Verkehrsunfall in New York nahm der Spuk langsam ein Ende. Hubschrauber kreisten über den Städten und warfen USB-Sticks mit der Antivirensoftware "All On" ab. Im Radio appellierte UN-Generalsekretärin Angela Merkel an die Bevölkerung der Welt, ihre Computer abzuschalten, solange das Schutzprogramm nicht installiert sei.

Und tatsächlich, 23 Stunden später waren die ersten Seiten wieder erreichbar. Wer hinter dem Anschlag auf das Internet stand, wurde nie öffentlich. Es gab Gerüchte, der britische Geheimdienst habe das Chaos ausgelöst, um Beweise für seine Verstrickung am Tod von Prinzessin Diana aus dem Netz zu löschen, aber nachweisen konnte das niemand. Bald erinnerten an den "schwarzen März" nur noch die Jahresbilanzen von Internet-Firmen – und die Geburtenstatistik.

Weil auch die Online-Singlebörsen acht Tage lang geschlossen waren, gab es neun Monate später den so genannten Offline-Knick.