VfB Stuttgart–Hertha BSC Berlin 2:0

Der VfB Stuttgart hat den Siegeszug von Tabellenführer Hertha BSC gestoppt und das Titelrennen noch spannender gemacht. Nach zuletzt drei Siegen in Serie unterlagen die Berliner mit 0:2 (0:0). Damit hat das Team von Trainer Lucien Favre nur noch einen Punkt Vorsprung vor den Verfolgern aus München und Wolfsburg. Zwei schnelle Tore nach der Pause von Cacau (47. Minute) und Sami Khedira (51.) entschieden die Partie vor 50.000 Zuschauern. Die Stuttgarter blieben damit auch im siebten Heimspiel hintereinander ungeschlagen und meldeten sich eine Woche nach dem 0:4 in Bremen zurück im Kampf um die Europapokalplätze.

Mit dem Anpfiff übernahmen die Hausherren die Initiative und erspielten sich schnell eine optische Überlegenheit. Doch die cleveren Berliner, bei denen Marko Babic den wegen nächtlicher Ausschweifungen suspendierten Patrick Ebert im Mittelfeld ersetzte, ließen zunächst kaum Torchancen zu. Bei einem ihrer seltenen Konter hätten die Gäste sogar in Führung gehen können, doch Andrej Woronin verzog aus spitzem Winkel (8.). Auf der Gegenseite verstolperte Mario Gomez in aussichtsreicher Position (11.). Für eine Schrecksekunde beim Tabellenführer sorgte Arne Friedrich, der Nationalspieler humpelte schon nach 27 Minuten vom Feld.

Den Wiederanpfiff verschlief die bis dahin gewohnt sichere Hertha-Abwehr völlig. Einen weiten Freistoß des VfB-Torwarts Jens Lehmann verlängerte Gomez per Kopf in den Lauf von Cacau, der Gäste-Keeper Jaroslav Drobny mit einem Volley-Aufsetzer keine Chance ließ. Vier Minuten später sprang Khedira nach einem Freistoß von Thomas Hitzlsperger höher als alle Berliner und köpfte zum 2:0 ein.

Der Spitzenreiter antwortete mit wütenden Gegenangriffen. Raffael scheiterte nach schöner Kombination an Lehmann (54.). Pal Dardais Fernschuss parierte Stuttgarts Keeper im Nachfassen (55.). Für die Gastgeber verpassten Gomez (61.), Cacau (76.), Hilbert (81.) und der eingewechselte Julian Schieber (90.+1) die Entscheidung. Die Berliner taten insgesamt zu wenig und hatten die Niederlage am Ende verdient.