Die US-Regierung will einem Bericht des Wall Street Journal zufolge am Montag ihre seit langem erwarteten Pläne für den Umgang mit faulen Wertpapieren in den Büchern der Banken vorlegen. Dieses Kernelement im Kampf gegen die Finanzkrise basiere auf drei Säulen und solle vom Staat mit zunächst 75 bis 100 Milliarden Dollar unterstützt werden, heißt es.

Mit Unterstützung der Einlagensicherung FDIC solle eine Art "Bad Bank" zum Aufkauf solcher Risikopapiere geschaffen werden, schrieb auch die New York Times. Ein kürzlich geschaffenes Kreditprogramm der US-Notenbank, das Investoren Geld zur Übernahme von verbrieften Verbraucherdarlehen bereitstellt, solle auf diese "vergifteten Papiere" ausgeweitet werden.

Daneben würden öffentlich und privat finanzierte Fonds geschaffen, um die Problempapiere unter der Leitung von Privatinvestoren zu kaufen.

Faule Wertpapiere auf Basis von US-Hypotheken gelten als die Ursache der globalen Finanzkrise. Sie zwingen die Banken nach dem Kollaps am US-Immobilienmarkt zu immer höheren Abschreibungen und blockieren das Kreditgeschäft.