Die erfahrene Forscherin des Bernhard-Nocht-Institutes für Tropenmedizin in Hamburg hatte sich am 12. März bei Laboruntersuchungen mit einer leeren Spritze gestochen, in der sich zuvor Virus-Proben befunden hatten. Daraufhin behandelten die Ärzte sie mit einem Impfstoff, der bislang nur an Tieren erprobt worden ist.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es hemmt die Blutgerinnung und führt zu starken Blutungen. Zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit liegen in der Regel 21 Tage. Die Inkubationszeit war nun vorbei und die Wissenschaftlerin konnte als gesund aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entlassen werden. Noch ist jedoch unklar, ob sie sich nicht infiziert hatte oder ob der Impfstoff gewirkt hat. Das Ergebnis wird erst in einigen Wochen erwartet.