Ein für Klinsmann nicht erfreuliches Wochenende endete am Montagvormittag mit seiner Entlassung. Er war am Morgen des für die Profis trainingsfreien Tages um kurz nach 9 Uhr auf das Vereinsgelände gekommen. Im Gespräch mit dem Vorstand wurde er von dem vorzeitigen Ende der Zusammenarbeit unterrichtet. Der deutsche Fußball-Meister zog zwei Tage nach dem 0:1 gegen den FC Schalke 04 die Konsequenzen aus dem Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Klinsmann zeigte sich in einer ersten Stellungnahme "sehr enttäuscht" über seinen Rauswurf beim FC Bayern München. "Trotzdem möchte ich mich von Herzen beim FC Bayern München, seinen Fans, den Trainern, den Spielern und den Mitarbeitern für eine ereignisreiche Zeit bedanken", erklärte der 44-Jährige am Montag. Der ehemalige Bundestrainer sieht sich in seiner nur zehnmonatigen Amtszeit beim deutschen Fußball-Rekordmeister nicht gescheitert. "Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft. Ich glaube noch immer daran, dass die Mannschaft in dieser Saison deutscher Meister werden kann."

Klinsmann brachte in den zehn Monaten als Cheftrainer das Team bis ins Viertelfinale der Champions League und ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Als Interims-Coach bis zum Saisonende hat der Verein Jupp Heynckes engagiert. Heynckes arbeitete schon von 1987 bis 1991 als Bayern-Trainer. Assistent von Heynckes wird Hermann Gerland, Trainer der Drittliga-Mannschaft des Rekordmeisters.

Klinsmanns Entlassung ist der insgesamt vierte Trainerwechsel in der laufenden Bundesliga-Saison. Der ehemalige Bundestrainer hatte als "absoluter Wunschtrainer" des Münchner Vorstandes um Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sein Amt im vergangenen Juli als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld angetreten. Klinsmanns Vertrag wäre am 30. Juni 2010 ausgelaufen.