Ford zeigte sich am Freitag trotz des Negativrekords zuversichtlich, bereits 2011 wieder die Gewinnschwelle erreichen zu können. Zudem ist das Unternehmen stolz darauf, im Gegensatz zu seinen Rivalen Chrysler und General Motors bislang ohne staatliche Hilfe auszukommen. Bei Chrysler stehen die Signale auf baldige Insolvenz.

Auch künftig will Ford ohne Staatshilfen durch die Krise steuern. Fords Verlust von 1,43 Milliarden Dollar war das höchste Minus in einem ersten Quartal in 17 Jahren. Noch im Vorjahr hatte der zweitgrößte US-Autobauer mit einem kleinen Plus von 70 Millionen Dollar überrascht. Der Umsatz brach in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar (18,7 Mrd. Euro) ein.

In Europa rauschte der Konzern zum Jahresauftakt ebenfalls tief ins Minus. Der Umsatz stürzte hier um 41 Prozent auf rund sechs Milliarden Dollar. Der weltweite Ford-Absatz fiel im ersten Quartal um 36 Prozent auf 973.000 Fahrzeuge.

In der Automobilsparte verbrannte Ford im ersten Quartal 3,7 Milliarden Dollar an Barmitteln – deutlich weniger als in der zweiten Jahreshälfte 2008. Nach den Worten von Finanzchef Lewis Booth rechnet der Konzern damit, dass der Verbrauch in den kommenden Quartalen weiter zurückgeht. Ende März besaß die Auto-Sparte 21,3 Milliarden Dollar an Brutto-Barmitteln.

Die jüngsten Zahlen fielen nicht ganz so schlecht aus wie von Analysten befürchtet. Die Ford-Aktie schoss zum Börsenauftakt an der Wall Street um 17 Prozent in die Höhe.