Das teilte das Außenministerium in Pjöngjang am Samstag mit - nur elf Tage nach dem Ausstieg des kommunistischen Landes aus den Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm. Der Schritt der Wiederaufarbeitung werde dazu beitragen, "die atomare Abschreckung für die Selbstverteidigung auf jede Weise zu verstärken". Nordkorea müsse mit "zunehmenden militärischen Bedrohungen durch feindselige Kräfte fertig werden".

Die Erklärung folgte wenige Stunden nach einem Beschluss der Vereinten Nationen, wegen eines nordkoreanischen Raketenstarts am 5. April verschärfte Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang zu verhängen.

Die Wiederaufarbeitung der Brennstäbe "aus der Pilot-Atomanlage" habe gemäß der Ankündigung vom 14. April begonnen, wurde ein Ministeriumssprecher in Pjöngjang von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. An dem Tag hatte Nordkorea aus Protest gegen Kritik des Weltsicherheitsrats an seinem jüngsten Raketenstart seinen unwiderruflichen Rückzug von den Sechs-Länder-Atomgesprächen erklärt und zugleich mit der vollen Wiederaufnahme seines Atomprogramms gedroht. Dazu sollte auch die Wiederherstellung bereits weitgehend stillgelegter Nuklearanlagen gehören.

Nach Meinung von Beobachtern könnte Nordkorea mit seinen jüngsten Drohungen die USA zu bilateralen Gesprächen zwingen wollen. An den Sechser-Gesprächen nahmen Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Russland und Japan teil.