ZEIT ONLINE: Herr Capuozzo, können Sie die Aufregung in Deutschland verstehen, weil ein italienischer Autobauer eventuell Opel übernimmt?

Mauro Capuozzo: Eigentlich nicht. Was sollte daran so schlimm sein?

ZEIT ONLINE: Es gibt ja immer noch Vorurteile, dass italienische Autos...

Capuozzo: ...auseinander fallen? Dass die Schrauben nicht passen oder gleich ganz fehlen?

ZEIT ONLINE: Ja.

Capuozzo: Ach, unser Ruf. Schlechte Qualität, hält nicht lange, geht kaputt. Höre ich heute noch manchmal. In den Köpfen ist das eben drin, und es dauert, bis es daraus verschwindet. Aber die Realität sieht inzwischen ganz anders aus. Ich sage Ihnen was: Neue italienische Autos sind inzwischen längst so gut wie alle anderen. Opel könnte von Fiat sogar einiges lernen!

ZEIT ONLINE: Was denn?

Capuozzo: Das Design zum Beispiel. Schauen Sie sich die Opel doch mal an. Sie sehen langweilig aus. Von außen, aber auch von innen. Allein das einfallslose Armaturenbrett.

ZEIT ONLINE: Ist das bei Fiat anders?

Capuozzo: Ja, allein die Formen. Natürlich sind die neuen Autos nicht mehr so schön wie die alten. Fiat Bravo und und Fiat Stilo gefallen mir auch nicht. Aber der neue Punto ist schön, der Panda und natürlich der Cinquecento – modern und doch zeitlos!