Lange Arbeitszeiten sorgen für schlechten Schlaf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund (BAuA). Das Institut hat hierfür Daten von mehr als 50.000 Befragten ausgewertet. Demnach leidet jeder vierte Beschäftigte mit besonders langen Arbeitszeiten von mehr als 60 Stunden pro Woche unter Schlafbeschwerden. Bei Beschäftigten in Vollzeit mit 35 bis 44 Wochenarbeitsstunden ist es jeder Fünfte.

Auch Probleme wie Rückenschmerzen oder Herzbeschwerden werden durch lange Arbeitszeiten begünstigt. Faktoren wie Schichtarbeit, variable Arbeitszeiten, Arbeit an Wochenenden oder schlechte Planbarkeit der Arbeitszeiten wirken sich verstärkend auf gesundheitliche Beschwerden aus.

Arbeitnehmer in Deutschland mussten sich zuletzt an flexiblere Arbeitszeiten gewöhnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erreichte der Anteil der Schicht-, Abend- und Nachtarbeit im Jahr 2007 ihren Höchststand. Seit Längerem vermuten Arbeitswissenschaftler einen Zusammenhang zwischen langen Arbeitszeiten und gesundheitlichen Beschwerden. Die nun vorliegende Untersuchung weist diesen erstmals anhand einer großen Stichprobe nach.