Das geht aus der neuen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamte für das Jahr 2008 hervor. Danach sind bei Kontrollen weniger betrunkene Fahrer aufgefallen: Die Zahl der Alkoholverstöße sank im abgelaufenen Jahr um gut zwei Prozent. Damit setzte sich einen Trend fort, der schon seit mehreren Jahren besteht.

Allerdings stagniert die Zahl der berauscht am Steuer erwischten Fahrer trotzdem auf hohem Niveau. Grund dafür ist, dass bei Kontrollen immer mehr Menschen auffallen, die unter Drogen stehen. Um 12,3 Prozent stieg deren Zahl im Jahr 2008. Inzwischen kommt damit auf sechs erwischte Alkoholsünder am Steuer ein Drogenkonsument.

Von den Verkehrsverstößen insgesamt werden viermal so viele von Männern begangen wie von Frauen. Bei beiden Geschlechtern rangiert dabei zu schnelles Fahren an erster Stelle. Bei den Frauen folgen Verstöße gegen Vorfahrtsregelungen, während bei den Männern Alkoholfahrten auf Platz zwei stehen.

Bei der Unfallhäufigkeit liegen männliche Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren vorn. Autofahrer im Alter von 60 bis 65 Jahren verursachen die wenigsten Unfälle. Das Kfz-Bundesamt hat allerdings in seiner Erhebung nur gezählt, wie Fahrer einer bestimmten Altersgruppe innerhalb eines Jahres einen Unfall verursachten. Nicht eingerechnet wurde, wie viele Kilometer sie jeweils pro Jahr mit dem Wagen zurücklegten.

Pro 10.000 männliche Fahrer im Alter von 35 bis 44 wurden laut der Statistik rund 130 Unfälle verursacht, bei den 60- bis 65-Jährigen waren es knapp 80. Erst von einem Alter von 75 Jahren an ist das Unfallrisiko laut KBA höher als bei den 35- bis 44-Jährigen. Selbst die über 80-Jährigen sind jedoch weniger oft in Unfälle verwickelt als die unter 30-Jährigen. "Mit zunehmendem Alter gibt es Defizite. Aber Ältere erkennen offensichtlich sehr gut, dass sie beeinträchtigt sind und passen ihre Fahrweise an", sagte Ekhard Zinke, der Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes. Dafür spreche, dass Ältere weniger führen und meist bekannte, kürzere Strecken wählten sowie Nachtfahrten - wenn möglich - vermieden.