Der Konzern will mit höchstens 20 Prozent einsteigen und sucht weitere Partner für eine höhere Beteiligung. Es gebe intensive Gespräche mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und russischen Investoren, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Bei den russischen Interessenten handele es sich um den Autobauer Gaz und das staatliche russische Geldinstitut Sberbank. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sind beide als Partner von Magna im Gespräch. Auch das Handelsblatt berichtete, dass Gaz zur Teilnahme an einem Konsortium eingeladen sei, das für Opel bietet.

Opel-Management und -Betriebsrat sind dem Vernehmen nach angetan von dem Magna-Konzept. Ein Opel-Sprecher sagte, das Unternehmen sei weiterhin in "sehr engen und positiven" Verhandlungen mit einer Anzahl von möglichen Partnern. Noch habe sich der Autobauer allerdings keiner Option angenähert. Mit der Situation vertrauten Kreisen zufolge trifft sich GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster in diesen Tagen auch mit Finanzinvestoren, die Interesse an Opel gezeigt hatten.

Der italienische Autobauer Fiat, der bereits bei der Bundesregierung vorsprach, ist damit im Rennen um Opel mit einer wachsenden Zahl von Rivalen konfrontiert.

Wie die Zeitung weiter berichtet, kündigte das Management von General Motors Europe (GME) eine europäische Rahmenvereinbarung mit den Betriebsräten über eine Arbeitszeitverkürzung und Ausgleichszahlungen der Firma zum 31. Juli 2009.

Kern des Vertrags sind ein Verzicht auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen. Nach dem Ende des Kontrakts sind nun sowohl Entlassungen als auch Standortschließungen möglich.

Als akut gefährdet gelten derzeit die Werke im belgischen Antwerpen und die beiden englischen Fabriken in Luton und Ellesmere Port. GME plane zudem ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Verhandlungen darüber lehnt der europäische Betriebsrat ab. Fiat hatte für Deutschland den Erhalt aller vier Opel-Standorte garantiert, allerdings Personalabbau angedeutet.