Ein entsprechender Antrag werde rechtsgemäß und auf der Grundlage "menschlicher und islamischer Güte" geprüft, sagte Außenminister Manuchehr Mottaki bei einer Pressekonferenz mit seinem japanischen Amtskollegen Hirofumi Nakasone. Nakasone sagte, seine Regierung verfolge den Fall der Journalistin Roxana Saberi "mit Besorgnis". Saberis Mutter ist Japanerin.

Die in den USA geborene Saberi arbeitete für die britische BBC, den öffentlichen US-Rundfunkverbund NPR und andere Medien. Sie war im Januar unter dem Vorwurf verhaftet worden, sie habe ohne Presse-Akkreditierung gearbeitet. Am 18. April wurde sie der Spionage für schuldig befunden. Saberis Anwalt hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Nach Angaben ihres Vaters ist die Journalistin in einen Hungerstreik getreten. Iranische Justizmitarbeiter bestreiten dies jedoch. Die USA haben die Vorwürfe gegen die Journalistin wiederholt als haltlos bezeichnet. Präsident Barack Obama hatte Sorgen um die Sicherheit Saberis geäußert.