Das Bruttoinlandsprodukt werde zwischen April und Juni um rund 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal sinken, teilten die Berliner Konjunkturforscher am Montag mit. "Insgesamt mehren sich die Anzeichen für eine langsame Stabilisierung der deutschen Wirtschaft auf einem niedrigen Niveau." Ein baldiger Aufschwung sei noch nicht erkennbar. Vor allem am Arbeitsmarkt werde es in den kommenden Monaten deutlich bergab gehen. Dies könne auch eine Stabilisierung der Produktion nicht aufhalten.

Im ersten Quartal war die Wirtschaft um 3,8 Prozent eingebrochen, das Tempo der Talfahrt hatte sich damit seit dem Herbst fast verdoppelt. Von einer allmählichen Normalisierung könnten nach DIW-Ansicht die zuletzt besonders stark gebeutelten Branchen Maschinenbau, Auto und Chemie profitieren.

"So konnte der Kraftfahrzeugbau schon den zweiten Monat in Folge ein Plus im Auftragseingang verbuchen, während sich bei der chemischen Industrie und im Maschinenbau zumindest eine Stabilisierung andeutet", erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).