Im piemontesischen Turin protestierten am Samstag Hunderte Fiat-Mitarbeiter gegen mögliche Werkschließungen im Zuge eines möglichen Zusammenschlusses mit Opel. Laut italienischen Medienberichten trafen mehr als 40 Autobusse mit Arbeitern für die Großdemonstration am Hauptsitz des italienischen Autoriesen ein. Nach Angaben der Veranstalter protestierten rund 15 000 Arbeiter gegen die mögliche Schließung der Standorte Termini Imerese auf Sizilien und Pomigliano bei Neapel.

"Kooperationsbereitschaft reicht nicht aus. Was wir brauchen, sind Garantien", erklärte eine Gewerkschaftssprecherin, nachdem Fiat- Manager Sergio Marchionne am Vortag erklärt hatte, er sei bereit, sich mit der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi an einen Tisch zu setzen. Die Krise dürfe nicht allein auf Kosten von Süditalien gehen. In Pomigliano sind rund 5200 Arbeiter beschäftigt, in Termini Imerese sind es etwa 1600. Die Beschäftigten der Zulieferindustrie mitgerechnet wären von den Werkschließungen etwa 12 000 Arbeiter betroffen.

An der Demonstration hätten auch zahlreiche Arbeiter der Autoindustrie der norditalienischen Region teilgenommen, hieß es weiter. So lägen allein im Piemont 1000 der 2300 in Italien von der Wirtschaftskrise betroffenen Fabriken der Zulieferindustrie.