Die beiden amerikanischen Astronauten John Grunsfeld und Andrew Feustel wechselten weitere Batterien sowie einen Sensor aus und brachten Isolierdecken an dem Teleskop an. Kurz vor Ende der Mission am Montagabend reparierte Grunsfeld noch eine Isolierschicht an einer Antenne des Teleskops, die er mit seinem Rucksack gestreift hatte. "Entschuldigung, Herr Hubble. Gute Reise!", sagte Grunsfeld während der Reparatur scherzend.

Mit ihr wurden die zuweilen schwierigen und riskanten Arbeiten an Hubble erfolgreich beendet. Am Dienstag soll das Teleskop wieder aus der Ladebucht der Raumfähre Atlantis ausgesetzt werden. Gibt es keine neuen Probleme und Ausfälle, soll das Observatorium für mindestens fünf Jahre weiterarbeiten. Die sieben Besatzungsmitglieder an Bord von Atlantis sollen am Freitag in Cape Canaveral landen.

"Dies war ein tolles Abenteuer", sagte John Grunsfeld am Montag kurz bevor er wieder ins Raumschiff schwebte. "Wir sind jenseits der Grenzen des Unmöglichen gegangen." Es sei ein Einsatz, der Geschick und "Fingerspitzengefühl" der Astronauten erfordere, hieß es zu Beginn der Reparaturarbeiten – doch am Ende half nur rohe Gewalt.

Ob es um den Austausch einer Kamera oder die Installation eines Spektrographen ging, mehrfach machten den Weltraummonteuren klemmende Schrauben und "eingefrorene" Halterungen Probleme.

Die Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa feierten die insgesamt elftägige Mission der Atlantis zur Wartung und technischen Aufrüstung des 19 Jahre alten Teleskops als vollen Erfolg.

Die "handwerklich anspruchsvollste" Tätigkeit brachten Mike Massimino und Michael Good am Sonntag hinter sich. Es ging um den Spektrographen, der seit 2004 defekt war und instand gesetzt werden musste. Es handelte sich um eines der Hubble-Instrumente, für die ursprünglich nie eine Reparatur im All vorgesehen war.

Mit Spektrographen lässt sich das Licht von Himmelskörpern analysieren. Aus den Daten kann etwa auf ihre Zusammensetzung, Temperatur und Bewegungen geschlossen werden.