Von einem kleinen Radicchio-Kopf vier schöne Blätter aussuchen, diese abwaschen, gleich wieder trockenschleudern und eventuell noch den Strunk entfernen. Den Apfel schälen, längs vierteln, das Kerngehäuse rausoperieren und die Viertel nochmals längs dritteln.

Eine Pfanne und einen EL Butter auf mittlere Temperatur bringen, zwei EL Puderzucker einrühren und darin die Äpfel gemächlich und unter seltenem Wenden goldgelb karamellisieren. Das Ergebnis vorsichtig auf einen Teller schütten und beiseite stellen.

Die Apfelpfanne mit Küchenpapier wieder sauberwischen und zwei EL Butter auf immer noch mittlerer Hitze schmelzen. Ein paar kleine Zweige Thymian zum Parfümieren dazu und darin dann beide Leberstücke im Ganzen braten. Je nach Herd kann auch dreiviertel Hitze nötig sein.

Eine Kalbsleber sollte außen zwar schon braun, innen aber unbedingt noch weich sein, bzw je nach persönlichem Geschmack zwischen weich und blutig.

Dieses heikle Unterfangen kann am Anfang schon mal schief gehen, man braucht fürs Kochen außer umfangreichem Wissen eben auch viel Erfahrung.

Kleiner Tipp: Nach drei Minuten kann man zum Test schon mal mit dem Finger auf eine Leber drücken. Wenn die sich so weich anfühlt wie die eigenen Lippen, ist sie noch blutig. Ist sie so hart wie die Nasenspitze, hat man sie zu lang gebraten und ist schon hart. Genau dazwischen sollte sie sein, also so wie im Schnurrbartbereich.