Die Gewerkschaft ver.di geht davon aus, dass bei dem angekündigten Unternehmensumbaus seien 12.000 Arbeitsplätze in Gefahr sind. Mehrere Hundert Schlecker-Beschäftigte aus vier Bundesländern wollen laut ver.di in Ulm gegen Filialschließungen und Kündigungen protestieren. Die Konzernspitze versuche ferner die Mitarbeiter dazu zu zwingen, neue Arbeitsverträge zu deutlich verschlechterten Arbeits- und Einkommensbedingungen zu unterschreiben. ver.di bezifferte die Zahl der Schlecker-Beschäftigten auf rund 36.000. 

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane kündigte an, die Proteste seien erst der Anfang einer Reihe von Aktionen. Mit diesen solle eine Rückkehr zu tariflichen Mindestbedingungen für die Schlecker-Beschäftigten erreicht werden. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Ehingen bei Ulm.

Mit dem Protest in Ulm will Verdi auch Druck in den laufenden Tarifverhandlungen im Einzelhandel machen. Die Gewerkschaft fordert für die rund 2,7 Millionen Beschäftigten spürbare Einkommensverbesserungen sowie einen zügigen Abschluss der Verhandlungen.