Im ehemaligen Erotic Art Musuem erleben die Besucher auf fünf Etagen eine Zeitreise durch die Beatle-Ära. Auf über 1300 Quadratmeter können Fans die sechziger Jahre, vom ersten Beatles-Plattenvertrag bis hin zum Merchandising-Wahn in Form von Wackelfiguren und Damenstrümpfen, hautnah erfahren.

Aber: "Alles kann man gar nicht zeigen - egal, wie viele Quadratmeter man hat," sagte Sprecher Bernd Zerbin vor der Eröffnung. "Wir wollen einen Teil des Beatles-Kosmos' erlebbar machen."

Ein Fahrstuhl bringt den Besucher zunächst ganz nach oben. Auf dem Dach der Apple-Studios in London hatte die Band ihr letztes öffentliches Konzert gegeben. Unterm Dach steht dann die "Ausweiskontrolle" an. Denn mit der Ankunft der Musiker aus Liverpool 1960 in Hamburg startet auch die Reise in den Beatles- Kosmos.

Am Tresen gibt es statt Tickets einen Reisepass, den man später noch mit einem Foto aus einem alten Passbildautomaten vervollständigen kann. Der erste Blick fällt auf einen roten Schriftzug: "Indra". In jenem Club gaben John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Pete Best am 17. August 1960 ihr erstes Konzert. Auch Musikclubs wie "Kaiserkeller", "Top Ten" und "Star-Club" fehlen in der Kulisse nicht.

Die Ausstellung ist in elf Themenbereiche unterteilt. Man kann die "Fab Four" überall hören und auf der Kinoleinwand, in alten Fernsehgeräten oder Zeitungen sehen. Im "Yellow Submarine" vermischen sich Song und U-Boot-Geräusche, im "Abbey Road Studio" wird man Zeuge einer Aufnahmesession der Beatles und im Kinosaal erlebt man die Hysterie, die die "Fab Four" einst ausgelöst haben. Jedes kleine Detail ist den Legenden gewidmet - bis hin zum Fish-&-Chips-Imbiss "John's & Paul's" und dem "Yeah!Café".

Zwei Jahre lang - mit Unterbrechungen - standen die Beatles in den Clubs rund um Reeperbahn und Große Freiheit auf der Bühne. Immer mehr entwickelten sie sich zu Hamburger Lokalmatadoren. Als Harrison im November 1960 ausgewiesen wurde, weil er erst 17 Jahre alt war, traten die Beatles erstmals zu viert auf.

Schlagzeuger Best wurde kurz vor dem Durchbruch der Beatles 1962 mit "Love Me Do" durch Ringo Starr ersetzt. In der Beatlemania kann man sie alle fünf auf alten Schwarz-Weiß-Fotos noch einmal sehen. Die Initiatoren haben zum Teil noch nie gezeigte Originalexponate zusammengetragen.