An der Umfrage nahmen 23.500 Zuwanderer und Angehörige ethnischer Minderheiten teil. Ein Drittel der Befragten gab an, in den vergangenen zwölf Monaten diskriminiert worden zu sein, fast vier Fünftel zeigten das bei den Behörden aber nicht an. Die meisten von ihnen gehen davon aus, dass die verantwortlichen Stellen ohnehin nichts unternähmen.

Dies werfe die Frage auf, ob die Diskriminierung als etwas "Alltägliches" akzeptiert werde, sagte FRA-Direktor Morten Kjærum. Die FRA plädierte dafür, das Vertrauen von Minderheiten in die Behörden und die Polizei zu stärken. "Das Rechtssystem muss für alle
Opfer von Rassismus zugänglich sein - nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis", betonte Kjærum.

Laut Studie führen die Muslime Diskriminierungen in erster Linie auf ihre Hautfarbe und ethnische Zugehörigkeit zurück. Traditionelle oder religiöse Kleidung - wie zum Beispiel Kopftücher - scheint dagegen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, die Diskriminierung beruhe allein auf ihrer Religion.

Die Studie ist Teil einer EU-weiten Erhebung zu Erfahrungen mit Diskriminierungen und rassistisch motivierten Straftaten.