Das ist die erschreckende Bilanz des von Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan geleiteten Global Humanitarian Forums (GHF).

In 20 Jahren soll sich sowohl die Zahl der Opfer als auch die Anzahl bedrohter Menschen dem Bericht zufolge verdoppeln. Demnach würden rund 660 Millionen Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sein, etwa weil sie ihre Häuser durch Unwetter verlieren oder weil sie unter Wasserknappheit, Hunger oder Krankheiten leiden.

Der wirtschaftliche Schaden durch Dürre, Überschwemmungen, Stürme oder dem Anstieg des Meeresspiegels mache pro Jahr mehr als 125 Milliarden Dollar aus. Bis 2030 wird der Klimawandel der Prognose zufolge weit mehr als 200 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

Der Klimawandel sei die größte Herausforderung für die Menschheit, erklärte Annan. Hunderte Millionen Menschen müssten unter ihnen leiden. "Die, die es als erstes und am schlimmsten trifft, sind die ärmsten Gruppen der Welt." Doch gerade sie hätten am wenigsten Schuld an dem Problem.

Durch eine zerstörte Umwelt und daraus folgender Mangelernährung und Krankheiten kann der Klimawandel bis zum Jahr 2030 jährlich den Tod einer halben Million Menschen verursachen, wie aus dem Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels hervorgeht.

Insgesamt seien von einem Anstieg des Meeresspiegels oder Naturkatastrophen wie Überflutungen, Stürmen und Dürren rund vier Milliarden Menschen bedroht. Viele von ihnen lebten in den ärmsten Gegenden der Welt in Afrika und Asien. Um das Schlimmste zu vermeiden, müsse die Hilfe für diese Menschen in Entwicklungsländern um das Hundertfache steigen.

Annan forderte die Regierungen auf, sich im Dezember bei einer in Kopenhagen anberaumten Konferenz für das angestrebte Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls einzusetzen, das Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung vorsieht.