Die Obergrenze für die Anzahl deutscher Soldaten in der Nato-geführten Kosovo-Truppe (KFor) wurde zugleich von 8500 auf 3500 gesenkt. 2008 waren im Durchschnitt 2900 Bundeswehrangehörige im Kosovo.

Derzeit hat Deutschland rund 2300 Soldaten im Einsatz und ist damit größter Truppensteller der KFor, die insgesamt 16.000 Soldaten aus 38 Ländern umfasst.

Erstmalig hatte der Bundestag dem Einsatz deutscher Soldaten im Kosovo am 11. Juni 1999 zugestimmt. Der Einsatz dient der militärischen Absicherung des Friedens im Kosovo auf der Grundlage der Resolution 1244 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.

Nach Einschätzung der Mehrheit der Abgeordneten hat sich die Lage im Kosovo stabilisiert. Ein Abzug käme nach Ansicht der Bundeswehr jedoch noch zu früh. Die Verlängerung der Bundeswehr- Präsenz um weitere zwölf Monate kostet rund 156 Millionen Euro. Die Linke forderte den kompletten Abzug der Bundeswehr aus dem Balkanland.