Das Landgericht München wies die Klage von Premiere gegen Kathrein auf Zahlung einer Vertragsstrafe von gut 26 Millionen Euro ab. Der Abosender warf dem Unternehmen vor, dass ein mit Kathrein verbundenes Unternehmen Geräte für den Schwarz-Empfang von Premiere-Programmen aus China eingeführt und vertrieben haben soll.

Premiere hatte den Kathrein-Werken wegen personeller Verflechtungen vorgeworfen, davon gewusst zu haben. Dies sei aber nicht nachweisbar gewesen, begründete das Landgericht seine Entscheidung.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Kathrein-Werke KG, Anton Kathrein, prüft nun seinerseits rechtliche Schritte gegen Premiere. Der Unternehmer habe sich von den Vorwürfen des Abosenders "persönlich angegriffen gefühlt" und behalte sich Regressansprüche gegen Premiere vor, erklärten die Kathrein-Werke.

In dem Verfahren konnte der Bezahlsender auch nicht nachweisen, dass die Geschäftsleitung der anderen Firma vom angeblichen Handel mit den Geräten wusste oder ihn billigte.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Premiere will nun nach Angaben eines Sprechers die schriftliche Begründung abwarten und dann entscheiden, ob er Rechtsmittel dagegen einlegt.