In München soll im Laufe dieses Jahres der erste Ausstellungsraum in Deutschland eröffnen, in dem Kunden den Tesla Roadster testen und kaufen können. Das sagte Tesla-Chef Elon Musk der Online-Ausgabe des Magazins Auto, Motor und Sport. Der erste europäische Showroom soll danach Ende Juni in London seine Türen öffnen, München und Monaco seien die nächsten Städte auf der Liste, so Musk.

In den USA hat Tesla bisher rund 500 Exemplare seines elektrisch betriebenen Sportwagens ausgeliefert. Der Roadster beschleunigt in unter vier Sekunden auf 100 Stundenkilometer, ist gut 200 Stundenkilometer schnell, als Batterien dienen rund 7000 Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch in Laptops verwendet werden. Nach Europa soll eine Version mit noch mehr Leistung geliefert werden. Der Preis dürfte sich um die 100.000 Euro bewegen.

In dem Interview kündigte Musk bis zum Jahresende noch eine zweite Eröffnung in Deutschland an, für die ein Standort im Norden geplant ist. Außerdem will man die Wagen mit mobilen Teams direkt beim potenziellen Kunden präsentieren. Insgesamt will Tesla in diesem Jahr noch rund 240 Wagen in Europa absetzen.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich der Stuttgarter Daimler-Konzern bei Tesla eingekauft, mit dem man bei zukünftigen Entwicklungen kooperieren will. In Sachen Qualität hat das Tesla-Image dagegen eine Schramme bekommen: In den USA mussten rund 350 Roadster zurückgerufen werden, um die Verschraubung der Hinterachse zu kontrollieren. Hier befürchtete man, dass eine Schraube falsch angezogen sei und sich lösen könnte.