Nach der Rückkehr von Trainer Lucien Favre aus dem Kurzurlaub von den Malediven soll zu Wochenbeginn die neue Führungs-Struktur beim Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC öffentlich festgelegt werden.

Dazu gehöre auch die frühzeitige Trennung von Manager Dieter Hoeneß, dessen Vertrag bis Juni 2010 läuft, berichteten am Wochenende Berliner Zeitungen. Der frühere Hertha-Torjäger Michael Preetz (41), der in die Geschäftsführung aufrücken soll, und der Schweizer Coach sollen die neuen starken Leute bei Hertha unter Präsident Werner Gegenbauer sein.

Spätestens seit Saisonende schwelt im Hauptstadt-Club, der die Saison auf Rang vier beendete, ein offener Konflikt zwischen Hoeneß, Favre und Gegenbauer.

Hoeneß, der den Verein seit zwölfeinhalb Jahren führt, wird vor allem sein autoritärer und autokratischer Stil und sein teilweise wenig glückliches Händchen bei kostspieligen Transfers vorgeworfen.

Letzte Beispiele dafür sind die Brasilianer André Lima und Kaká, die dem Verein zusammen rund 5,5 Millionen Euro kosteten und sich als Flops entpuppten.

Laut Berliner Morgenpost beläuft sich Herthas Schuldenstand im Juni auf 33,5 Millionen Euro. Dem Verein sind aus finanziellen Gründen trotz der Abgänge der Torjäger Marko Pantelic und Andrej Woronin die Hände für die kommende Spielzeit gebunden.