Der einstige Torjäger und derzeitige Leiter der Lizenzspielerabteilung Michael Preetz soll Geschäftsführer für den sportlichen Bereich beim Fußballverein Hertha BSC werden, bestätigte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer im TV-Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Ingo Schiller bleibt weiterhin für den Bereich Finanzen verantwortlich und später soll entschieden werden, ob es wie gehabt bei zwei Geschäftsführern bleibt oder ob der Club einen dritten verpflichtet.

Gegenbauer sieht trotz angespannter Lage positiv in die Zukunft. Hertha BSC sei so gut aufgestellt, "dass wir mit einer
wettbewerbsfähigen Mannschaft in die neue Saison gehen. 28 Millionen ist immer noch eine Gehaltssumme, mit der man Bundesliga-Fußball spielen kann", erklärte der Präsident.

Er hoffe, der per Handschlag besiegelte Abschied sei auch Hoeneß gegenüber angemessen, sagte der Hertha-Präsident. Der bisherige Manager, der offiziell als Vorsitzender der Geschäftsführung fungierte, war 1996 zunächst als Vizepräsident zum damaligen Zweitligisten gekommen und wurde 1997 Manager. Der 56-Jährige wollte sich eigentlich erst nach dem Auslaufen seines Vertrages 2010 zurückziehen. Die Differenzen mit Gegenbauer und Trainer Lucien Favre hatten am Sonntag aber zum vorzeitigen Abschied geführt. Zu den Modalitäten der Trennung wollte Gegenbauer nichts sagen, Medienberichten zufolge soll Hoeneß jedoch eine Abfindung von mindestens einer Million Euro erhalten.