Auch im laufenden Jahr wird die Rezession die Zahl der Unternehmensgründungen dämpfen. Davon geht die staatliche Förderbank KfW aus. "Ich erwarte Gründungen eher in der späteren Phase dieser Konjunkturkrise", sagte der KfW-Chef Ulrich Schröder am Donnerstag in Frankfurt.

Im Jahr 2008 wagten laut KfW 797.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Das waren sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings verlangsamte sich der Abwärtstrend: Im Jahr 2007 hatte das Minus zum Vorjahr 21 Prozent betragen. Wie schon 2007 war der prozentuale Rückgang 2008 im Osten der Republik mit minus 15 Prozent größer als im Westen mit minus 6 Prozent.

Jeder fünfte Gründer war vor dem Schritt in die Selbstständigkeit arbeitslos. Vor allem kleinere und kleinste Projekte wagten sich an den Markt: Drei von vier Gründern (72 Prozent) hatten keine Mitarbeiter.

Nach Berechnungen der KfW in ihrem "Gründungsmonitor 2009" entstanden in den Neugründungen des vergangenen Jahres 449.000 (Vorjahr: 468.000) vollzeitäquivalente Stellen. Die KfW unterstützte im vergangenen Jahr mehr als 27.000 Gründer mit insgesamt 4,1 Milliarden Euro. Doch der Schritt ins Unternehmertum bleibt schwierig: Mehr als ein Viertel aller Gründer sind laut KfW nach drei Jahren nicht mehr auf dem Markt.