Deutschen Nachwuchs-Astronauten fehlen damit wichtige Chancen, sagte Reiter bei der Vorstellung eines neuen Luft- und Raumfahrtstudiengangs am Montag in Würzburg. Deshalb forderte er mehr Initiative auf europäischer Ebene.

Reiter, der seit 2007 als Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln für Raumfahrtforschung zuständig ist, wünscht sich, dass Europa ein eigenes Transportsystem entwickelt." Der 51-Jährige ist einer der erfahrensten deutschen Astronauten. Zuletzt hatte er 2006 sechs Monate auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht.

­Deutschland ist momentan größter Geldgeber bei der europäischen Weltraumorganisation Esa. In den kommenden Jahren will sich die Bundesrepublik dort mit 2,7 Millionen Euro beteiligen. 2018 wollen die Europäer ein erstes Testfahrzeug auf dem Mond landen, um Erfahrungen für bemannte Flüge zu sammeln.