14 der neu aufgetretenen Fälle von Amerikagrippe wurden aus den USA eingeschleppt, je ein Mensch kam aus Kanada, Argentinien und Panama, zwei haben sich in Deutschland bei erkrankten Reisenden angesteckt. Von den insgesamt 68 Fällen seit Ende April in Deutschland wurde damit das Gros aus den USA (44) und aus Mexiko (neun) importiert. Elf Menschen steckten sich in Deutschland bei Reise-Rückkehrern an. In der Regel sind die Erkrankungen in Deutschland jedoch mild verlaufen.

In Würzburg kam es unterdessen zu einer ungewöhnlichen Häufung der Fälle. Vier Mädchen aus Stadt und Landkreis Würzburg im Alter von 16 und 17 Jahren steckten sich mit dem neuen Grippevirus vom Typ H1N1 an, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) berichtete. Erst am Sonntag hatte die Behörde bekanntgegeben, dass sich zwei 16 Jahre alte Freundinnen aus Würzburg mit dem neuen Grippevirus infiziert haben. Nach Informationen des Würzburger Gesundheitsamtes waren die insgesamt sechs infizierten Mädchen auf einer Party. Zwei der Jugendlichen seien zuvor von einer Argentinien-Reise zurückgekehrt. Dennoch sei noch nicht abschließend geklärt, ob sich die Erkrankten bei den Reise-Rückkehrern infiziert hätten.

Laut RKI verzeichneten Bayern und Nordrhein-Westfalen die meisten Fälle bundesweit (je 16, davon je vier neue). Es folgen Baden-Württemberg (zehn Fälle, davon fünf neue), Hessen (fünf, davon zwei neue), Sachsen-Anhalt (fünf), Thüringen (vier), Hamburg (vier, davon drei neue), Niedersachsen (drei, davon zwei neue), Brandenburg (zwei), Sachsen (ein Fall) und
Rheinland-Pfalz (ein Fall).