Die Angaben zu den Todesopfern liegen zwischen 10 und 13. Während des Abendgebets hatten sechs mit Skimasken vermummte Angreifer das Feuer eröffnet, wie die thailändische Armee mitteilte. In der Moschee in der Provinz Narathiwat etwa 750 Kilometer südlich von Bangkok befanden sich den Angaben nach rund 100 Gläubige.

Die Hintergründe des Überfalls waren zunächst nicht bekannt. Dorfbewohner hatten den Verdacht geäußert, dass die Armee verantwortlich sein könnte. Ein Armeesprecher wies allerdings jede Beteiligung des Militärs zurück. In der Vergangenheit waren Armee oder paramilitärische Gruppen bereits für Angriffe auf muslimische Gotteshäuser in der Region verantwortlich gemacht worden. Die Regierung ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an. Armeechef Anupong Paochinda wollte sofort in den Süden des Landes reisen.

Seit Jahren werden die thailändischen Provinzen an der Grenze zu Malaysia von Gewalt erschüttert. Muslimische Separatisten kämpfen für mehr Unabhängigkeit im überwiegend buddhistischen Thailand. In den vergangenen vier Jahren kamen dort mehr als 2700 Menschen ums Leben. 80 Prozent der zwei Millionen Einwohner der drei Provinzen sind Muslime.