Am Ende ging doch alles gut, auch wenn die Pläne kurzzeitig infrage standen. Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben die Vereinbarungen zur Fortsetzung dreier Programme für Hochschulen und Forschung in Höhe von insgesamt 18 Milliarden Euro unterzeichnet.

Mit dem Geld sollen von 2011 an rund 275 000 zusätzliche Studienplätze finanziert, der Forschung ein jährlicher Etatzuwachs von fünf Prozent garantiert und die Exzellenzinitiative für Spitzenforschung und Elite-Unis fortgesetzt werden. Zwei Drittel der Kosten trägt der Bund.

Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete die Abmachungen als "klares Bekenntnis" von Bund und Ländern für die Zukunft von Bildung und Forschung.

Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach von einem "guten Tag für die Wissenschaft". Bundesregierung und Länder hätten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft gestärkt.

Die Bildungssprecherin der SPD-geführten Bundesländer, die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen, zeigte sich erleichtert, dass den bisherige Absichtserklärungen endlich feste Zusagen gefolgt seien.

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Peter Strohschneider, und der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleinert, sagten, die Politik habe Mut, Besonnenheit und Weitsicht unter den schwierigen Bedingungen der Wirtschaftskrise bewiesen.

Verhalten gab sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Vor wenige Wochen war befürchtet worden, der Bund könne die Sonderprogramme unter Haushaltsvorbehalt stellen. Steinbrück verwies auf die prekäre Haushaltslage. Bei der Fortsetzung der Programme von 2011 an werde "insbesondere die weitere Einnahmesituation des Bundes" zu berücksichtigen sein - was auch als deutliche Warnung vor Steuersenkungen verstanden wurde.