Der mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllte Tank wurde geleert, nachdem das Leck in einer Leitung entdeckt wurde, teilte die US-Raumfahrtorganisation Nasa mit. Die Endeavour wird nun frühestens am 17. Juni abheben können. Allerdings ist für diesen Tag der Start einer Atlas-V-Rakete mit zwei Sonden an Bord zum Mond vorgesehen.

Das Leck befindet sich in einer Leitung, an der vor rund drei Monaten auch bei der Discovery eine undichte Stelle entdeckt worden war. Der Start dieser Raumfähre war deshalb um mehrere Tage verschoben worden.

Die Endeavour sollte mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben. Während der Mission soll das japanische Kibo-Labor der Internationalen Raumstation ISS ausgebaut werden. Eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform für Experimente im All soll außen an dem Labor angebracht werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die Nasa die Plattform. Unter anderem sollen darauf eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub und anderen Raumpartikeln installiert werden.

Von der unbemannten Mondmission der eingangs erwähnten Atlas-V-Rakete erhofft sich die NASA "aufregende Informationen über unseren nächsten Nachbarn". Läuft alles nach Plan, werden zwei Sonden ausgesetzt: der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Aufgabe des LRO wird es sein, dreidimensionale Landkarten aufzunehmen. LCROSS soll erkunden, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt.