Bisher war die Mission Atalanta bis zum Ende dieses Jahres befristet. In den ersten zwölf Monaten werden 20 Schiffe und Flugzeuge aus den EU-Staaten gegen die Seeräuber eingesetzt.

Deutschland plant, sich auch künftig an der Piratenbekämpfung zu beteiligen. Auch im kommenden Jahr sollen zwei Fregatten, ein Versorgungsschiff und ein Aufklärungsflugzeug eingesetzt werden. Voraussetzung ist die Verlängerung des Mandates des Bundestages, das am 15. Dezember 2009 ausläuft. In der vergangenen Woche hatte auch die Nato beschlossen, sich wieder mit einem Flottenverband an der Bekämpfung der Piraten zu beteiligen.

Heute verlässt die deutsche Fregatte Brandenburg ihren Heimathafen in Wilhelmshaven, um den Anti-Pirateneinsatz zu unterstützen.  Das Schiff wird am 3. Juli vor Somalia erwartet. Zur 242-köpfigen Besatzung der Fregatte gehören Teams, die in dem fünf Millionen Quadratkilometer großen gefährdeten Seegebiet als Schutz an Bord von zivilen Schiffen gebracht werden können. Nach der Kaperung zahlreicher Frachter hatte der Bundestag im Dezember 2008 grünes Licht für die Anti-Piraten-
Mission der Europäischen Union gegeben. Deutschland kann maximal 1400 Soldaten entsenden.