Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist in Wien zusammengetreten. Die 35 Mitgliedsländer des Rats befassen sich unter anderem mit dem umstrittenen iranischen Atomprogramm des wiedergewählten iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad. Nach dem jüngsten Bericht von IAEA-Generaldirektor Mohammed el Baradei hat Teheran trotz strenger internationaler Wirtschaftssanktionen in den vergangenen drei Monaten die Anreicherung von Uran weiter beschleunigt.

Bemühungen der Internationalen Gemeinschaft und des Gouverneursrats, den Iran von seinem umstrittenen Atomprogramm abzubringen, sind bisher gescheitert. Zuletzt hatte Ahmadineschad erklärt, der Iran werde künftig mit den fünf ständigen Vertretern im UN-Sicherheitsrat und Deutschland nicht mehr über sein Atomprogramm sprechen. Die Internationale Gemeinschaft hat wiederholt die Befürchtung geäußert, dass Teheran unter Ahmadineschad den Besitz von Atomwaffen anstreben könnte. Die iranische Regierung hat dies stets bestritten.

Auf der Tagesordnung der IAEA stehen außerdem jüngste Berichte el Baradeis über Nordkorea sowie die Entdeckung von nicht angemeldeten radioaktiven Substanzen auf dem Gelände eines von Israel 2007 zerstörten Militärkomplexes bei al Kibar in Syrien.