Die aus Saudi-Arabien stammenden Männer sollen zunächst einer richterlichen Überprüfung unterzogen werden und anschließend ein Rehabilitationsprogramm durchlaufen, teilte das US-Justizministerium mit.

Die USA verhandeln außerdem mit Saudi-Arabien über die Aufnahme jemenitischer Häftlinge. Die jemenitischen Gefangenen, die in etwa die Hälfte der rund 229 verbliebenen Guantánamo-Insassen ausmachen, bereitet Washington wegen ihrer großen Zahl und ihrer vermuteten Verbindungen zu al-Quaida mit die größten Probleme. Die USA wollen vermeiden, die Jemeniten in ihr Heimatland zurückzuschicken, weil die Regierung in Sanaa möglicherweise nicht gut genug über sie wache.

US-Präsident Barack Obama hatte zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt, das Gefangenenlager auf Kuba innerhalb eines Jahres zu schließen. Die USA bemühen sich gegenwärtig darum, andere Länder zur Aufnahme der Gefangenen zu bewegen. Deutschland weigert sich bisher Guántanamo-Häftlinge aufzunehmen. Nun hat sich der kleine Inselstaat Palau bereit erklärt 17 Uiguren aufzunehmen.