Die erste gute Nachricht kam aus Katar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways bestellte 24 Airbus-Jets der A320-Klasse für 1,9 Milliarden Dollar. In Deutschland hofft derzeit auch Porsche auf Gelder aus dem arabischen Wüstenstaat, der nicht nur an Autos interessiert ist. Geschäftsabschlüsse meldeten auch die Hersteller von Regionalflugzeugen Suchoj und ATR.

Allerdings dämpfte die weiterhin schlechte Geschäftslage der Fluggesellschaften, die in diesem Jahr neun Milliarden Dollar Verlust erwarten, die Hoffnung auf eine Auftragsflut wie 2007. Auch das Air-France-Unglück bereitet Sorgen und schürte die Diskussion um die Flugsicherheit auf der Pariser Flugtechnikmesse.

Die Runde der "Airbus-Minister" brachte eine Enttäuschung. Da Spanien nicht teilnahm, konnte keine Entscheidung über die A350-Hilfen gefällt werden. Diese soll jedoch noch in diesem Monat gefällt werden, teilten die Minister mit, deren Länder Geld zur Entwicklung des Flugzeugs beisteuern sollen.

Deutschland und Frankreich wollen Airbus bei der Entwicklung des Langstreckenflugzeugs A350 mit Milliardenkrediten unterstützen. Großbritannien ist grundsätzlich ebenfalls zur Anschubfinanzierung bereit.

Der deutsche Luftfahrt-Beauftragte Staatssekretär Peter Hintze erklärte, Berlin wolle bis zu 1,1 Milliarden Euro beisteuern. Frankreich will 1,4 Milliarden geben. Der britische Beitrag ist noch nicht beziffert. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Transaktion von Deutschland, Frankreich und Großbritannien ohne Spanien finanziert werde, sagte Hintze.

Gedulden muss sich der Airbus-Konzern EADS beim erhofften Jahrhundertauftrag der USA für 179 Tankflugzeuge im Wert von 35 Milliarden Dollar. Paul Meyer, Sector Vice President von Northrop Grumman, sagte, dass der Auftrag vielleicht im März 2010 vergeben werden könnte. Die US Air Force will langfristig 594 alte Tanker ersetzen. Einziger Konkurrent ist Boeing.

Im zivilen Luftfahrtbereich sieht der Chef der Boeing-Sparte Verkehrsflugzeuge, Scott Carson, den Tiefpunkt möglicherweise erreicht. Der Wiederaufschwung könnte in der zweiten Hälfte 2010 kommen. "40 bis 50 Prozent Einbruch ist für viele Frachtflieger normal. Doch das scheint auszulaufen", sagte Carson.