Den Plänen zufolge können die Banken ihre Giftpapiere in Zweckgesellschaften (Bad Banks) auslagern und bekommen im Gegenzug Anleihen. Die Wertpapiere werden mit dem Buchwert (mit dem sie in der Bilanz stehen) abzüglich zehn Prozent in die Zweckgesellschaft eingebracht.

Weil die Schrottpapiere voraussichtlich weiter an Wert verlieren, sollen unabhängige Gutachter ihren tatsächlichen Wert ermitteln. Die Differenz zum Buchwert müssen die Altaktionäre über einen Zeitraum von 20 Jahren über die Kürzung der Dividende abstottern. Sollte am Ende der Laufzeit immer noch ein Verlust stehen, will der Staat die Dividendenausschüttung ganz verbieten.

Das Risiko bleibt bei den Alteigentümern, der Bund müsste keine weiteren Rettungsmilliarden aufbringen. Vorteil des Modells: Die Banken gewännen Zeit. Die Institute sind trotzdem skeptisch – vor allem wegen des zehnprozentigen Bewertungsabschlags. Der Entwurf soll vor der Sommerpause verabschiedet werden. (pet)