Die Pittsburgh Penguins revanchierten sich mit diesem Sieg für die Niederlage im Vorjahres-Finale, als sie die Endspielserie gegen die Detroit Red Wings mit 2:4 verloren hatten. "Das ist unglaublich. Davon träumt in Kanada jedes Kind", jubelte Pittsburghs Sidney Crosby, als er den knapp 16 Kilogramm schweren Cup gen Hallendecke stemmte. Der Kanadier ist mit 21 Jahren der jüngste Kapitän, der je ein Team zum NHL-Titel führte.

Matchwinner waren jedoch weder Crosby noch Jewgeni Malkin, der zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie gewählt wurde, sondern Maxime Talbot. Der 25-Jährige erzielte in der 22. und 31. Minute beide Treffer für die Gäste. Die Penguins sind erst das dritte Team überhaupt, das das Kunststück fertigbrachte, den Titel im siebten Spiel auswärts zu gewinnen. Detroit konnte indes den  Finalfluch nicht bannen. Seit der Meisterschaft der Red Wings 1998 konnte kein Team den Titel mehr verteidigen – und das, obwohl Detroit in der Best-of-Seven Finalserie bereits mit 3:2 geführt hatte.

Die Gastgeber hatten in der ausverkauften Joe Louis-Arena zwar ein Chancenplus, kamen aber lediglich in der 53. Minute durch Jonathan Ericsson zu einem Treffer. In der 58. Minute traf Niklas Kronwall nur die Querlatte. "Wir hatten unsere Chancen, aber die Penguins haben auch sehr gut gespielt", betonte Detroits Kapitän Nicklas Lidström. Pittsburgh ist durch den Titelgewinn seiner Pinguine in diesem Jahr die erfolgreichste Sportstadt der USA. Bereits am 1. Februar hatten die Pittsburgh Steelers die Superbowl der National Football-League NFL gewonnen.