"Die Wahrheit muss noch herauskommen", soll Vater Joe Jackson laut Medienberichten gesagt haben. Denn auch mehr als 48 Stunden nach dem Tod Michael Jacksons gibt es mehr Fragen als Antworten: Woran ist er gestorben? Was geschah in den Stunden vor seinem Tod?

Die Familie des verstorbenen "King of Pop" hat nach Angaben der Los Angeles Times eine zweite Autopsie von einem privaten Pathologen vornehmen lassen. Die Ergebnisse sind bislang nicht bekannt.

Damit könne sie schneller mehr Informationen bekommen, als es nach der offiziellen Autopsie möglich sei, schrieb das Blatt unter Berufung auf den früheren Chefleichenbeschauer der Stadt New York Michael Baden. Ein privater Pathologe könne mit Hilfe eines privaten Labors innerhalb von ein bis zwei Wochen zu Resultaten kommen. Die Familie ist mehreren Medienberichten zufolge zunehmend beunruhigt und verstört, weil sie keine Informationen bekommt.

Der Leichnam des legendären Sängers wurde gestern aus dem gerichtsmedizinischen Institut in Los Angeles an einen geheim gehaltenen Ort gebracht. Auf Wunsch der Familie werde die Leichenhalle nicht genannt, sagte der Gerichtsmediziner Ed Winter.

Die offizielle Obduktion am Freitag war ohne endgültiges Ergebnis geblieben. "Es gab keine Anzeichen für äußere Verletzungen oder Mord", sagte der Sprecher der Gerichtsmedizin, Craig Harvey, nach der rund dreistündigen Autopsie. Genauere Ergebnisse werden erst in vier bis sechs Wochen erwartet.

Dafür rankten sich umso mehr Spekulationen um die mutmaßliche Tablettensucht des Megastars und eine letzte Morphiumspritze, die er etwa eine halbe Stunde vor seinem Herzstillstand bekommen haben soll.

Eine Schlüsselrolle in den Ermittlungen soll Jacksons Privatarzt, Conrad Murray, einnehmen. Er hatte den Star ständig begleitet und ihn nach dem Zusammenbruch wiederzubeleben versucht. Die Polizei hat inzwischen das Auto Murrays beschlagnahmt, weil sie darin Beweismaterial vermutet. Die Ermittler nannten ihn jedoch ausdrücklich nicht verdächtig.