Steuern/Finanzen:

CDU/CSU
CDU und CSU wollen den Staatshaushalt konsolidieren und die Steuerzahler entlasten. Ein genaues Datum für Entlastungen gibt es nicht. Schrittweise soll der Eingangs-steuersatz von 14 auf 12 Prozent sinken und der Höchststeuersatz erst ab 60.000 Euro Einkommen gelten. Die "kalte Progression" soll abgemildert und der "Mittelstandsbauch" im Steuersystem abgeflacht werden.

SPD
Verheiratete mit einem Einkommen über 250.000 Euro (Singles: 125.000) sollen künftig mit einem Steuersatz von 47 statt 45 Prozent belastet werden. Die Einnahmen aus der sogenannten Reichensteuer will die SPD in Bildung investieren. Der Eingangssteuersatz soll von 14 auf zehn Prozent sinken. Außerdem wollen die Genossen eine Börsenumsatzsteuer einführen.

FDP
Die FDP drängt auf ein neues Steuersystem mit drei Einkommensteuersätzen (10, 25 und 35 Prozent), einem höheren Grundfreibetrag für alle. Damit will sie eine Nettoentlastung um rund 35 Milliarden Euro erreichen. Mit einem 400-Punkte-Plan sollen zur Senkung der Staatsschulden Ausgaben aus dem Bundeshaushalt gekürzt werden. Die Unternehmensteuer soll überarbeitet werden.

DIE LINKE
Gutverdiener und Vermögende sollen mehr zahlen. Der Spitzensteuersatz soll auf 53 Prozent steigen, Privatvermögen über einer Million Euro sollen mit fünf Prozent besteuert werden. Der Grundfreibetrag soll auf 9300 Euro angehoben werden. Zusammen mit der Einführung einer Börsenumsatzsteuer erhofft sich die Partei Mehreinnahmen von mindestens 160 Milliarden Euro.

DIE GRÜNEN
Zur Finanzierung von Investitionen in Klimaschutz und Bildung (20 Milliarden Euro jährlich) wollen die Grünen den allgemeinen Spitzensteuersatz von 42 auf 45 Prozent anheben und das Erbschaftsteueraufkommen erhöhen. Mit einer befristeten Vermögensabgabe sollen Besserverdiener an den Lasten der Wirtschaftskrise beteiligt werden. Kleine Einkommen sollen entlastet werden.