Die Experten des IWF rechnen weltweit mit einem Wachstum von 2,5 Prozent, nach einer Prognose von 1,6 Prozent noch vor drei Monaten. "Die Finanzierungsbedingungen haben sich verbessert, weil der beispiellose Eingriff der Politik die Gefahr eines systemischen Zusammenbruchs verringert und die Aussichten für eine Konjunkturerholung verbessert haben", hieß es. Die globale Wirtschaft bleibe aber verwundbar.

Für Deutschland sind die Aussichten deutlich schlechter als global: Die deutsche Wirtschaft werde in diesem Jahr um 6,2 und im nächsten Jahr um 0,6 Prozent schrumpfen, heißt es in einem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht.

In der Eurozone schrumpfe die Wirtschaft dieses Jahr um 4,8 Prozent, im nächsten Jahr werde es ein Minus von 0,3 Prozent geben. Am weitaus stärksten sei das Wachstum
2010 in Asien.

"Die globale Wirtschaft beginnt sich aus einer seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellosen Rezession zu bewegen", schreibt der IWF. Allerdings verlaufe die Stabilisierung "uneinheitlich und schleppend", heißt es. Zudem gebe es nach wie vor Risiken. Oberste politische Priorität habe weiterhin die Stabilisierung der Finanzmärkte.