Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Deutschland nur von Platz vier. Der Formel-1-Pilot musste am Samstag in der Qualifikation auf dem Nürburgring seinem australischen Teamkollegen Mark Webber sowie den beiden Brawn-GP-Fahrern Rubens Barrichello und Jenson Button den Vortritt lassen.

"Ich bin nicht ganz zufrieden. Ich hätte weiter vorn sein müssen. Die Runde war nicht so gelungen", sagte Vettel enttäuscht, nachdem er im Regen-Krimi den Kürzeren gezogen hatte.

Heimlicher Sieger des Tages war indes Vettels Landsmann Adrian Sutil, der als Siebter zum ersten Mal einen Force India unter die besten Zehn der Startaufstellung steuerte.

Für Webber war es die erste Pole Position seiner Karriere. Vor dem Rennen am Sonntag rangiert Vettel in der WM-Wertung auf dem dritten Rang, WM-Spitzenreiter ist Button, der neben Vettel in der zweiten Startreihe stehen wird.

Wiedererstarkt ist offenbar auch das McLaren-Mercedes-Team. Weltmeister Lewis Hamilton sicherte sich vor Teamkollege Heikki Kovalainen Startplatz fünf. "Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Wir wissen aber nicht, wo wir gewesen wären, wenn es trocken geblieben wäre", sagte der Brite, der sich nach seinen beiden Trainings-Bestzeiten am Freitag und Samstag sogar noch mehr erhofft hatte.

Beim Abschlusstraining zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring war Hamilton der Schnellste. Der britische McLaren- Mercedes-Pilot drehte auf dem 5,148 Kilometer langen Eifel-Kurs in 1:31,121 Minuten die schnellste Runde. Zweiter wurde der Spanier Fernando Alonso im Renault mit 0,219 Sekunden Rückstand vor Ferrari-Fahrer Felipe Massa (Brasilien/+0,230).

Für BMW-Sauber setzte sich beim Heimspiel die jüngste Pleitenserie fort. Der Pole Robert Kubica scheiterte als 16. schon im ersten Durchgang der Qualifikation, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld verpasste als Elfter um eine halbe Sekunde den Final-Abschnitt.