Beim Hauptthema des Gipfels im italienischen L'Aquila sind sich die Teilnehmer einig geworden: Die sieben großen Industrienationen und Russland (G 8) sowie die angehenden Wirtschaftsmächte der sogenannten G-5-Gruppe verständigten sich auf gemeinsame Klimaschutzziele.

Dem erklärten Ziel der G 8, die Erderwärmung im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters auf zwei Grad zu begrenzen, schlossen sich laut Diplomaten die G-5-Gruppe und weitere drei wichtige Volkswirtschaften der Erde an: Dies sind China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika, außerdem Australien, Südkorea und Indonesien.

Erstmals hatten sich die USA – der nach China weltgrößte Klimasünder – unter ihrem neuen Präsidenten Barack Obama auf Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung festlegen lassen. Es wurde mit Spannung erwartet, wie die G 5 auf die Klimaziele der Industrieländer reagieren würden.

Das nun ausgehandelte Ergebnis ist die Basis für den Weltklimagipfel im Dezember in Kopenhagen, wo die Staaten einen Nachfolgepakt für das Kyoto-Protokoll schließen wollen. Europa hat dabei Leitfunktion: Die EU beschloss schon 2007 unter deutscher Ratspräsidentschaft, den Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Sollten die Staaten in Kopenhagen ein neues Weltklima-Abkommen schließen und sich die internationale Staatengemeinschaft darin zu "vergleichbaren" Reduktionszielen verpflichten, will die EU ihren CO2-Ausstoß sogar um 30 Prozent reduzieren.

Die G-8-Staaten, also auch die USA, verpflichteten sich in L'Aquila, den Schadstoffausstoß bis 2050 weltweit um die Hälfte und bezogen auf die Industrieländer um 80 Prozent oder mehr zu senken.