Das Angebot könne eine gute Basis für Verhandlungen sein, sagte Außenminister Manutschehr Mottaki. Darin enthalten sei die Haltung der Islamischen Republik in Sicherheitsfragen sowie politischen und internationalen Angelegenheiten. Die G-8-Staaten hatten den Golfstaat auf ihrem Gipfel in Italien aufgefordert, bis September an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Andernfalls drohe eine Verschärfung der Sanktionen, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten zuletzt im Namen der EU die Verhandlungen mit Iran geführt.

Mottakis Äußerungen waren die erste offizielle Reaktion der Regierung in Teheran auf dieses Ultimatum vom Treffen der acht wichtigsten Industrienationen. Vor allem die USA und die EU werfen dem Golfstaat vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Iran weist dies zurück. Auch die gewaltsame Unterdrückung der Proteste gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadineschad hatte international Empörung ausgelöst.