Die Tarifverhandlungen für die rund 220.000 Beschäftigten in kommunalen Kindergärten und Sozialeinrichtungen werden am 16. und 17. Juli in Frankfurt am Main fortgesetzt. Ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern besseren Gesundheitsschutz und mehr Geld für die Beschäftigten. Bisher wurde noch keine Einigung erzielt.

Seit Mitte Mai beteiligten sich zehntausende Erzieher und Sozialarbeiter an Streiks. Wie angekündigt, ist derzeit der Arbeitnehmerkampf wegen der Sommerferien in den meisten Ländern ausgesetzt. Sollten die Verhandlungen zu keiner Einigung führen, wird der Kita-Streik Ende August oder Anfang September wieder aufgenommen, kündigte ver.di-Chef Frank Bsirske an.

Die Tarifverhandlungen wurden am 19. Juni von Verdi abgebrochen. Grund war das Angebot der Arbeitgeber, das für Bsirske nicht akzeptabel war. Nach eigenen Angaben hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ein Angebot unterbreitet, mit dem Erzieher 13,75 Prozent mehr Geld verdienen würden.