"Die Vertriebenen werden ab dem 13. Juli ehrenvoll ihren Rückweg antreten", sagte Premierminister Yousuf Raza Gilani. Die Behörden würden entsprechende Vorbereitungen treffen. Die Militäroperationen gegen die Taliban in Swat seien aber noch nicht vollständig abgeschlossen. "In einigen Gegenden ist noch weitere Aufmerksamkeit des Militärs nötig, aber die Militäroperationen werden auf diese Gegenden beschränkt bleiben", versprach er.

Dagegen hatte Informationsminister Qamar Zaman Kaira am Mittwoch gesagt, die Operation gegen die radikal-islamistischen Taliban sei beendet.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren bei der Offensive mehr als 1,9 Millionen Menschen vertrieben worden. Nach offiziellen Angaben starben bei den zwei Monate dauernden Gefechten mehr als 1700 Aufständische und rund 160 Soldaten. Anders als bei früheren Offensiven war die Operation in Swat von weiten Teilen der Bevölkerung und den meisten Parteien unterstützt worden.

Die Armee geht zurzeit gegen die von Baitullah Mehsud geführten Taliban in den halbautonomen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan vor. Am Vorabend soll offiziellen Angaben zufolge bei Kämpfen in der Region einer der wichtigsten Feldkommandeure der Aufständischen schwer verwundet worden sein, Taliban-Kommandeur Maulana Fazlullah.