Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins haben sich gestern in Washington dafür eingesetzt, dass die USA möglichst schnell bemannte Sonden zum Mars schicken. Die beiden ehemaligen Apollo-11-Astronauten waren zusammen mit Neil Armstrong im Luft- und Raumfahrtmuseum der Smithsonian Institution zusammengekommen, um der Mondlandung vor 40 Jahren zu gedenken – und in die Zukunft der bemannten Raumfahrt zu blicken.

"Der beste Weg, all jene zu ehren und in Erinnerung zu behalten, die am Apollo-Programm beteiligt waren, ist, in ihre Fußstapfen zu treten und schon bald auf eine neue Entdeckungsreise zu gehen", sagte Edwin "Buzz" Aldrin, der 1969 nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betreten hatte. Das berichten die britische Tageszeitung The Guardian sowie diverse US-Medien.

Aldrin forderte die US-Regierung dazu auf, eine Kolonie auf dem Mars zu errichten. Eine internationale Basisstation auf dem Mond könne seiner Ansicht nach der Ausgangspunkt für eine solche Reise sein.

Michael Collins, der während der Reise zum Mond vor 40 Jahren in der Mondumlaufbahn geblieben war, während Armstrong und Aldrin mit einer Kapsel auf dem Erdtrabanten landeten, sagte, der Mars sei ein weitaus interessanteres Ziel für Raumfahrer als der Mond. "Manchmal habe ich das Gefühl, ich war am falschen Ort", sagte er. Er warnte davor, dass die Anstrengungen der Nasa für eine zweite Reise zum Mond von dem größeren und wichtigen Ziel, der Eroberung des Mars, ablenken könnten.

Während Aldrin und Collins den gemeinsamen Auftritt nutzten, um für künftige bemannte Raumflüge zu werben, besann sich Neil Armstrong auf den Moment, als er vor 40 Jahren den Mond betrat. Er bezeichnete das Wettrennen zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion um die Vorherrschaft im All als "friedlichen Wettstreit" in Zeiten des Kalten Krieges.

Die US-Weltraumbehörde Nasa plant für das Jahr 2020 eine erneute Reise zum Mond. Die Eroberung des Mars ist für die Mitte des 21. Jahrhunderts anvisiert. Allerdings befürchten Experten, dass die US-Regierung nicht genügend Mittel in die bemannte Raumfahrt stecken wird, damit diese Ziele erreicht werden können.

US-Präsident Barack Obama hat die drei ehemaligen Raumfahrer für heute zu einem Empfang ins Weiße Haus eingeladen.