Ingeborg Hunzinger, die zu den bekanntesten Bildhauerinnen der DDR gehörte, wurde 94 Jahre alt.  Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählte die Skulptur Block der Frauen, die an den Aufstand der mutigen Mütter und Ehegattinen gegen die Zwangsdeportationen ihrer jüdischen Männer in der Rosenstraße in Berlin erinnert. Die Figurengruppe wurde 1995 in der Rosenstraße aufgestellt.

Im Jahr 1936 begann sie in Würzburg eine Lehre als Steinbildhauerin, die sie 1938 abschloss. Bis zum darauffolgenden Jahr wurde sie Schülerin bei dem damals schon bekannten Bildhauer Ludwig Kasper im "Atelierhaus in der Klosterstraße", wo auch Hermann Blumenthal, Käthe Kollwitz lebten.

Unter den Nazis hatte sie als Jüdin Berufsverbot, konnte aber nach Italien flüchten. Sie ging jedoch 1942 nach Deutschland zurück und verbrachte die letzten Kriegsjahre im Schwarzwald.

Bis zu ihrem Tod in der Nacht zum Sonntag in Berlin war Hunzinger Mitglied der Linkspartei. Im Alter von 17 Jahren trat sie in die Kommunistische Partei bei. Nach Kriegsende zog sie nach Ost-Berlin und wurde dort Meisterschülerin von Fritz Cremer und Gustav Seitz. Später lehrte sie an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee und arbeitete seit 1953 außerdem als freischaffende Künstlerin. Bis zu ihrem Tod arbeitete sie an einer Rosa-Luxemburg-Büste.