Die Soldaten fühlen sich deshalb betrogen und unverstanden - von der Politik, ihren Familien und der Gesellschaft. Denn sie haben ihr Leben für das Land riskiert und die Gesellschaft reagiert mit Kritik und Desinteresse. "Manchmal denke ich, wäre es der Gesellschaft lieber, wir wären gestorben und kämen nicht mit unseren Problemen aus dem Krieg zurück", sagt Yonni.

"Das Bild des heutigen Helden muss sich ändern", sagt Yoav Ben David. Es muss deutlich werden, dass es keine Schwäche ist, über das Trauma zu reden. "Helden sind nicht diejenigen, die mit einer Waffe Menschen umbringen. Wahre Stärke ist es, das Trauma zu überwinden und sich ins Leben zurückzukämpfen."

Auch Sharel hat sich entschlossen, sich ein neues Leben zu erkämpfen. "Das erste Jahr mit PTBS soll das härteste sein. Dann wird es besser, sagen die Jungs und das Segeln gibt mir Kraft weiter zu machen", erklärt er. Dann muss er los. Die anderen Jungs warten bereits im Auto, sie wollen ihn mitnehmen. Denn dieses Mal will er nicht den Zug nehmen.