Die Produzenten von Energie, Nahrungsmitteln, Metallen und anderen gewerblichen Produkten senkten ihre Preise um durchschnittlich 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt heute mit. "Einen stärkeren Rückgang hatte es letztmalig im Dezember 1968 mit 5,0 Prozent gegeben", hieß es. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich ein Minus von 4,1 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise dagegen nur leicht um 0,1 Prozent.

Der Preisverfall geht vor allem auf die Entwicklung der Energiekosten zurück. Hier lagen die Preise um 8,4% unter denen von Juni 2008. Nahrungsmittel verbilligten sich um vier Prozent. Metalle und andere Vorleistungsgüter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet und umgewandelt werden, kosteten 6,7 Prozent weniger.

Die Produzenten geben die Richtung für die Verbraucherpreise vor: Der Handel reicht niedrigere Einkaufskosten in der Regel an seine Kunden weiter.